Traumstart ins Abenteuer Bundesliga

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TSV Hagen U17-1 – TuS Lichterfelde
Ergebnis: 59:44 (39:25)

Besser konnte es nicht losgehen für das junge WNBL-Team des TSV Hagen 1860. Der TuS Lichterfelde, Deutscher Meister der U15 und von der Bundestrainerin zum Titelkandidaten für die laufende Saison ernannt, ließ am Sonntag gleich zwei Punkte in Hagen.

Hatten die Hohenleyerinnen beim letzten Zusammentreffen während der DM noch deutlich das Nachsehen gegen die athletischen Berlinerinnen gehabt, so hatte man doch wenigstens die Gelegenheit genutzt, den Gegner genau zu studieren. Wenn es gelänge, den Aufbau der Hauptstädterinnen früh zu stören und deren beiden Nationalcenterinnen nicht in Korbnähe zu lassen, so sollte es eine kleine Chance geben.

Gesagt, getan. Im ersten Viertel arbeiteten beide Teams mit so hoher Intensität in der Defense, dass zur Viertelpause auf beiden Seiten fast alle Spielerinnen bereits auf dem Feld gestanden hatten, da dieses Tempo für die Einzelnen nur wenige Minuten durchzuhalten war.

Beide Mannschaften hatten bis dahin gezeigt, dass sie zwar den Fast Break beherrschen, aber noch einmal intensiv Freiwürfe üben müssen (21:19).

Im zweiten Viertel zeigte die zermürbende Ganzfeldpresse der Hagenerinnen ihre Wirkung.

Die Berlinerinnen hatten Mühe, den Ball rechtzeitig ins Vorfeld zu bringen und die Hagener Centergarde mit Isabelle Judtka, Alina Gimbel, Hannah Piel und Laura Zdravevska schirmte die langen Berlinerinnen so gut ab, das es praktisch keine freien Korbversuche gab. Magere sechs Punkte hatten die Gäste von der Spree in diesem Viertel erzielt, als die unermüdlich rackernden Ricky Grunau und Rahel Stange ihnen in der letzten Minute vor der Halbzeit noch je einen sehenswerten Dreier einschenkten und mit einem 14-Punkte-Vorsprung in die Pause gingen (39:25).

Nichts ist schwieriger zu verwalten als eine deutliche Führung. Das spürten leider auch die Hagener Mädels, die im dritten Viertel ziemlich planlos gegen die massive Berliner Deckung anrannten. Es war im Endeffekt der Abschlussschwäche des Gegners zu verdanken, dass das Spiel jetzt nicht zugunsten der Gäste kippte. Nachdem es zwischenzeitlich noch knapper gewesen war, waren am Ende des Viertels 4 Punkte des komfortablen Vorsprungs abgeknabbert (50:40).

Das letzte Viertel als schönen Basketballsport zu bezeichnen, würde der Sache sicher nicht gerecht. Beide Teams zeigten noch einmal in aller Deutlichkeit, dass sie in dieser Bundesligasaison ihre Spiele über die Verteidigung gewinnen wollen. 4 Punkte auf Berliner und 6 Punkte auf Hagener Seite waren hinzugekommen, ehe Marie Vespermann in den letzten Sekunden mit einem ansatzlosen Dreier die gutbesuchte Halle zum Toben brachte und das Endergebnis herstellte (59:44).

Wie viel es wert ist, wird man am nächsten Sonntag feststellen, wenn man die ebenfalls mit 4 Nationalspielerinnen bestückte „Jungschar“ aus Göttingen in der Öwen-Witt-Halle empfängt.

Für den TSV spielten:

Birte Bencker (2) Ricki Grunau (12) Alina Gimbel (4) Isabelle Judtka (12) Mona Kramer (4) Isidora Maksic (5) Liesa Mikus (4) Merisa Nasup (0) Hannah Piel (2) Rahel Stange (11) Marie Vespermann (3), Laura Zdravevska (0)

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