Spitzenspiel voller Emotionen

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JNRWL U13w (Spieltag 13)
Spielbericht

TSV Hagen U13-1 – Herner TC

Endstand: 68:71
Halbzeit: 26:35

Zum letzten Heimspiel der U13-NRW-Liga-Rückrunde empfingen die TSV Mädchen den ungeschlagenen Tabellenführer Herner TC in der Öwen-Witt-Halle.

Die Erinnerungen an das Hinspiel und die schmachvolle 52-Punkte-Niederlage lähmten die Gastgeberinnen zu Beginn des Spiels. Mit zuviel Respekt und Angst vor dem Gegner verschliefen die TSV-Mädchen den Start und lagen nach nur 2 Spielminuten bereits mit 0 : 10 hinten. Eine frühe Auszeit konnte den Lauf der Herner Mädchen stoppen. Plötzlich hellwach und mit Biss kehrten die Hagener zurück ins Spiel. Dann entwickelte sich ein Krimi, der die Eltern, Zuschauer und Trainer begeisterte. Jetzt auf Augenhöhe bemühten sich die Hagener die gegnerische Spielmacherin Jenny Strozyk (34 Punkte) unter Kontrolle zu bekommen. Bis zur 16. Spielminute konnten die Gäste ihren Vorsprung noch auf 16 Punkte (19:35) ausbauen, dann begann die Aufholjagd. Die schwache Anfangsphase des Spiels wurde leider mit einem 9-Punkte-Rückstand (26:35) mit in die Pause genommen.

Die Halbzeitbesprechung wurde konstruktiv genutzt, moralisch gestärkt kam ein selbstbewusstes Hagener Team zurück auf das Spielfeld. In der 23. Spielminute waren die TSV-Mädchen auf 2 Punkte (35:37) ran. Doch ein 8-Punkte-Lauf von Jenny holte das Hagener Team auf den Boden der Tatsachen zurück. Auch wenn das dritte Viertel mit 17:17 Punkten ausgeglichen war, es blieb der 9-Punkte-Vorsprung für Herne.

Und wieder zeigte sich im letzten Viertel der Kampfgeist der zu einem Team zusammen gewachsenen TSV-Mädchen. Mit einer konsequenten Halbfeld-Defense und einer eigens für Jenny trainierten Defense-Taktik, von den Mädchen „China-Wall“ getauft, drehten die Gastgeberinnen das Spiel. In der 34. Spielminute konnte Jessika Schiffer ausgleichen und mit einem Foulfreiwurf die erste Führung des Teams herstellen. Bis zur 38. Spielminute lagen die Hagenerinnen dann mit 68:62 in Führung und hätten diesen Vorsprung nur über die Zeit retten müssen. Als Gloria Idahosa (17 Punkte), die heute ihr bestes Spiel der Saison ablieferte, mit dem 5. persönlichen Foul auf die Bank musste, war Jenny S. nicht mehr zu halten. Bei den Versuchen Jenny zu doppeln, gelang es der dennoch immer wieder die freie Spielerin anzupassen, die dann punktete. Auf Hagener Seite wurde die letzten Angriffe zu hektisch durchgeführt, Dribbelfehler und Fehlpässe reihten sich aneinander, die Herner Presse ließ keine geordnete Hagener Offense mehr zu. Schließlich gingen die Gäste in der letzten Spielminute wieder mit einem Punkt in Führung, der letzte Hagener Korbwurf (14 Sekunden vor Schluss) ging daneben und ein letzter Herner Fastbreak besiegelte die Niederlage (68:71).

Auch wenn der Ausgang des Spiels mehr als unglücklich war und die eine oder andere Träne vergossen wurde, so waren die Hagener Trainer mit der Spielleistung ihres Teams sehr zufrieden. Die Mädchen haben mit Herz und Kampfgeist beinahe ein Spiel gegen eine die NRW-Liga dominierende Mannschaft gedreht, das zu Spielbeginn schon verloren schien. Sie hätten es verdient gehabt, das Spiel zu gewinnen, allerdings fehlte zum Schluss die Souveränität und eine gehörige Portion Kaltschnäuzigkeit. Auf jeden Fall zeigten die TSV-Mädchen, dass sich ihre Leistungskurve weiter positiv entwickelt und sie zu recht auf dem 2. Tabellenplatz stehen.

Viertelergebnisse: 1. 13:22 2. 13:13 3. 17:17 4. 25:19

Die Freiwurfquote von ca. 44% (10 von 23) hätte im Hinblick auf das Endergebnis besser ausfallen können.


Für den TSV spielten:

Lucy Meierling, Jessika Schiffer (9), Caro Busbach (3), Caterina Schneider (2), Jasmina Hujic (14), Janina Schmidt, Nele Luda, Chiara Söhnchen (6), Gloria Idahosa (17), Michelle Misic (17), Lea Graf, es fehlten Michelle Zahner-Gothen und Laura Gabriel

Ingo Scheid

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