Viele Laufeinheiten, diverse Stunden im Fitnessstudio und auch hin und wieder mal ein paar Übungseinheiten mit Ball… so sah unser Vorbereitungsmarathon aus. Da waren die ersten Testspiele gegen das amerikanische College Team ein Highlight, durften wir doch hier endlich einmal 40 Minuten am Stück spielen. Auch wenn wir – man konnte es dem Bericht entnehmen – zwei Mal relativ deutlich das Nachsehen hatten, konnten wir aus diesen Partien eine Menge mitnehmen und uns ein Bild machen, wie man richtig reboundet.

Viele Trainingseinheiten später folgte ein Turnier in Bonn. Hier wollten Regional- und Zweitligisten testen, ob die Vorbereitung Früchte trägt. In unserer Gruppe trafen wir auf Opladen, Bensberg und Braunschweig. Um es kurz zu fassen: Das Turnier war teilweise erfolgreich, teilweise eher ernüchternd – jedenfalls für unseren Trainer. Denn wieder waren wir im Reboundverhalten nicht stark genug und gaben den Gegnern so zu viele zweite und dritte Wurfchancen.

Also wussten wir, woran wir in den kommenden Einheiten üben würden, bevor wir am Wochenende darauf nach Lüneburg reisen wollten. Mit Braunschweig trafen wir auf einen bekannten Gegner, konnten das Spiel jedoch leider nur knapp für uns entscheiden, obwohl es in Bonn eine ganz klare Angelegenheit gewesen war. Egal, Sieg ist Sieg! Für das Finale reichte es dieses Jahr leider nicht, da wir schon vorher gegen Berlin patzten. Hier zeigte sich, dass es Teams gibt, die um 9.30 Uhr wach sind, und solche, die es nicht sind. Wir gehörten leider zu den Letzteren… Am Ende sprang ein ordentlicher vierter Platz für uns heraus, auch wenn das natürlich im Vergleich zum ersten Platz aus dem letzten Jahr eher mager schien. Wir hatten trotzdem Spaß und wollen an dieser Stelle noch einmal das gute Frühstück der Lüneburger loben!!!

Bereits eine Woche später stand nun das Turnier in Speyer auf dem Programm. Zum mittlerweile vierten Mal reisten wir gen Nord-Ost, um uns gegen Erst- und Zweitligisten zu testen. Nachdem die Turniere in Bonn und Lüneburg eher so lala endeten, sollte dieses Wochenende einen erfolgreichen Abschluss der Vorbereitung bilden. Denn lange Zeit bis zum Saisonbeginn war nicht mehr… Nach langer Fahrt wartete mit Freiburg ein gewachsener Erstligist auf uns. Wir hatten nichts zu verlieren und konnten sogar mit guten Aktionen immer wieder überraschen. Bei einem Halbzeitstand von 21-25 gab es daher auch nicht viel zu bemängeln. Leider machte sich in den folgenden Minuten der Klassenunterschied doch recht deutlich, so dass wir am Ende unnötig hoch mit 33-52 das Nachsehen hatten.

Im zweiten Spiel gegen den Zweitligisten Trier sollte nun ein Sieg her. Den eher holprigen Start konnten wir durch ein starkes zweites Viertel ausbügeln (32-24 zur Halbzeit). Und dennoch taten wir uns weiterhin schwer, die kleinen und agilen Spielerinnen des DJK Trier zu kontrollieren. Ein guter Endspurt sicherte uns am Ende den 59-45 Sieg und brachte uns ein drittes Spiel am Abend. HURRA!

In diesem Aufeinandertreffen ging es nicht nur darum, sich gegen die starken Französinnen des CJS Geispolsheim zu beweisen, sondern auch – und das war für uns mindestens genauso wichtig – darum, ob wir am nächsten Tag um 9.00 oder 10.30 Uhr spielen müssten. Unglaublich, was mögliche 1,5 Stunden Mehr-Schlaf für eine Leistung aus uns heraus locken konnten. Aggressive Defense und schnelles Spiel nach vorne brachten uns ein Unentschieden (28-28) zur Halbzeit, ehe im letzten Viertel unsere Kräfte versagten, die Französinnen noch einmal mächtig aufdrehten und am Ende mit 63-49 gewinnen konnten. Die Tatsache, dass wir durch diese Niederlage am nächsten Morgen um 9.00 Uhr spielen müssten, war da natürlich noch das Tüpfelchen auf dem „I“ und musste erst einmal mit Pizza verdaut werden. Auf dem Behinderten-Parkplatz vor unserem Hotel fanden wir ein nettes Örtchen, um in netter Runde zu speisen.

Für den nächsten Tag steckten wir uns das Ziel, mindestens gegen die Zweitligisten aus Speyer zu gewinnen. Schwere Beine ließen uns nicht ins Spiel kommen, Unkonzentriertheiten durch Müdigkeit verursachten Fehler, die Speyer immer wieder nutzen konnte. Das Resultat: 19:22 zur Halbzeit. Da kann sich jeder vorstellen, dass wir in der Kabine nicht besonders erfreut in Empfang genommen wurden. Ein deutlicher Appel unseres Trainers zeigte Wirkung und ließ uns noch einmal alles geben. Durch ein 20:7 im dritten und 15:8 im letzten Viertel drehten wir das Spiel und konnten uns einen Platz im Spiel um Platz 5 sichern.

Die Beine sowieso schon schwer, ließ uns die Nachricht, dass wir im letzten Spiel ausgerechnet gegen unsere Pokalrivalinnen aus dem Halbfinale im letzten Jahr – das Team Rhein Main Baskets – kämpfen müssten, nicht besonders jubeln. Doch wieder gab es ein gutes Druckmittel. Der Verlierer dieser Partie müsste im Spiel um Platz Drei anschreiben und könnte so noch nicht den Heimweg antreten. Da wir alle schnell nach Hause wollten, mobilisierten wir noch einmal alle Kräfte und konnten die wohl beste Leistung aller Vorbereitungsspiele abrufen. Der 47-40 Sieg war daher mehr als verdient und so konnte unser lieber Trainer uns ruhigen Gewissens für Montag frei geben. Zum Abschluss dieses erfolgreichen Wochenendes stand natürlich noch der obligatorische McDonalds Besuch auf dem Programm, ehe wir uns von Stau zu Stau wieder Richtung Heimat aufmachten. Das Ziel, mit diesem Wochenende einen erfolgreichen Abschluss der Turnierphase zu erspielen, war damit erreicht.

Kurz vor Saisonbeginn stand unter der Woche ein Testspiel gegen Neuss auf dem Plan. Nähere Informationen zum Spielverlauf möchten wir an dieser Stelle nicht geben. Es sei nur so viel gesagt: Es war seeeeeeehr viel Luft nach oben!

Besser präsentierten wir uns im letzten Test gegen Oberhausen. Zwar verloren wir auch diese Partie am Ende deutlich mit 26 Punkten, konnten jedoch phasenweise wirklich gut mithalten und ließen den Erstligisten erst im letzten Viertel deutlich davon ziehen. Noch eine Woche bis zum Saisonbeginn… Diese nutzen wir, um noch einmal unsere Systeme zu festigen und die Defense abzustimmen… Und was dann kam, wisst ihr ja sicherlich schon 😉

Wir sind froh, dass wir gegen Grünberg den ersten wichtigen Sieg einfahren konnten. Es wird sicherlich schwer, in der Liga mitzuhalten, aber wenn wir konzentriert sind und um jeden Rebound kämpfen, sind wir guter Dinge, dass wir noch den einen oder anderen Punkt nach Hagen holen können. Mit eurer Unterstützung klappt das sicher noch besser!!! Auf eine erfolgreiche Saison 2012/2013!

Die Ladies