Spielpraxis steht bei 1860 Turnier im Vordergrund

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Die Regionalligabasketballerinnen vom TSV 1860 veranstalteten am letzten Sonntag ein Turnier mit hochbesetzter Beteiligung. Neben Ligakonkurrent NB Oberhausen, zog es die Zweitligisten GiroLive Panthers Osnabrück, sowie die Bergischen Löwen in die Sporthalle Altenhagen. Die TSV Damen mussten hierbei leider auf die verletzte Kathrin Schlatt, sowie die sich im Urlaub befindende Elina Stahmeyer verzichten. Das Ziel war es möglichst viel in den Spielen auszuprobieren und jeder Spielerin angemessene Spielzeit zugeben.

Im ersten Spiel des Tages traf man auf die ebenfalls in der Regionalliga antretenden Spielerinnen aus Oberhausen. Der TSV konnte über die gesamte Spielzeit hinweg tonangebend agieren und ließ den Ball flüssig durch die eigenen Reihen laufen, sodass viele freie Würfe zu buche standen. Defensiv fehlten es allerdings noch an Abstimmung und Kommunikation, sodass Oberhausen teilweise freie Korbleger verwandeln konnte. Katja Lippmann führte das Team mit einer couragierten Leistung an, indem sich jede Spielerinn in die Punkteliste eintragen konnte. Am Ende stand ein 56:46 Sieg zu buche.

Mit den Bergischen Löwen traf man nun auf einen 2. Ligisten, die im ersten Spiel die Panthers aus Osnabrück knapp mit 54:52 schlagen konnten. Bis zur 5. Minute konnten die Hagenerinnen das Spiel ausgeglichen gestalten, ehe der Favorit sehr souverän seinen Streifen runterspielte und das Spiel mit 74:47 gewann. Nichts desto trotz steckten die Hagenerinnen nicht auf, erspielten frei Würfe und Abschlüsse, hatten aber gerade unter dem Korb gegen größere und kräftigere Löwen oft das Nachsehen.

Abschließend traf der TSV auf die Panthers aus Osnabrück, die das gesamte Turnier mit hohem Tempo und großer Intensität bestritten hatten. Man bemühte sich das Tempo mitzugehen und konnte durch starke Verteidigung das erste Viertel mit 17:16 gewinnen. Im Angriff konnte man in diesem Viertel, alle Vorgaben umsetzen. Doch während die Hagenerinnen zum Teil am Limit spielten, so verstand es Osnabrück noch einmal einen Gang höher zuschalten. Dies konnte der TSV leider nicht, verstrickte sich jetzt zu sehr in Einzelaktionen und war nun einfach konditionell bedingt auch mehrfach einen Schritt zu spät. Hinzukam, dass die Panthers neun Dreier in 32 Minuten Spielzeit trafen, dem konnte man nichts entgegen setzen und verlor das Spiel 35:74.

Trainer Fabian Schumann ist mit dem Turnier allerdings nicht unzufrieden: „Wir haben heute in vielen Teilen im Bereich des Möglichen gespielt, gerade gegen die zwei Vertreter aus Liga 2. Das diese Teams körperlich und spielerisch weiter sind als wir, war vorher schon klar, trotzdem konnten wir in einigen Aktionen zeigen, dass wir teilweise mitspielen können. Besonders freue ich mich über die Leistungen von Jill Kortenacker und Zoe Perlick, die sich mit ihren 14 Jahren ganz prima im Seniorenbereich eingefügt haben und erste Erfahrung im Duell mit professionell spielenden Amerikanerinnen sammeln konnte. Sophia Mücke und Katja Lippmann haben gezeigt, dass man weiterhin auf ihre Leaderqualitäten zählen kann. Auch unser Neuzugang Sarah Dorlöchter wird uns vor allem mit ihrer verdammt guten Verteidigungsarbeit richtig helfen können. Was uns allerdings heute in ganz vielen Situationen gefehlt hat, war die Geschwindigkeit in unserer Offense, hier müssen wir einfach mehr Tempo reinbekommen. Auch das Ballmovement müssen wir verbessern und dürfen nicht so statisch agieren. Defensiv muss die Intensität noch länger hoch gehalten werden und des muss noch mehr kommuniziert werden.

Organisatorisch betrachtet, sind wir mit diesem Turnier sehr zufrieden. So fanden sich alle Teams, sowie Schiedsrichter in einer entspannten und freundschaftlichen Atmosphäre.“


Für den TSV spielten:

Kaja Scheller (7 vs NBO/ 7 vs B.Löwen/2 vs Osnabrück), Nina Schnietz (4/5/9), Jill Kortenacker (4/2/-), Katja Lippmann (17/14/4), Elsa Bönicke (2/-/-), Zoe Perlick (1/-/2), Sophia Mücke (8/6/6), Sarah Dorlöchter (2/4/9), Monika Lopinska (11/8/2)

Fabian Schumann

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