Das Hagener WNBL-Team hat das Halbfinalspiel gegen den Titelverteidiger und Favoriten Main Sharks Würzburg verloren. Die gute, phasenweise sehr gute Defense reichte nicht, da es zu einem schlechten Zeitpunkt einen offensiven Offday des Phoenix-TSV-Teams gab. Am Sonntag gewann ALBA Berlin das spannende Finale gegen die Main Sharks, der 2te Favorit aus dem Süden -TS Jahn München- holte wie Phoenix-TSV Hagen 1860 die Bronzemedaille. Gratulation an die drei anderen Mannschaften zu diesem Wochenende und diesem Erfolg. Ein großes Dankeschön an das Organisationsteam vor Ort für dieses RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 und die Zuschauer in der Halle.
Saison 2025-2026 | WNBL Halbfinale
Samstag, 16. Mai 2026 | 11:30 Uhr | Sporthalle Charlottenburg
Phoenix-TSV Hagen 1860 – Main Sharks Würzburg 55:74 (15:22, 07:19, 13:18, 20:15)
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Die Main Sharks stellten die Zone zu, trippelten Darina Zraychenko und ließen den Hagener Dreier zu. Dieser fiel an diesem Halbfinalmorgen nicht von Oben durch den Ring. Das Hagener Team startete mit guten „Looks“, erspielte sich allerdings nie einen offensiven Rhythmus. Die Main Sharks nutzten die Hagener Fehlwürfe und Turnover konsequent aus, erspielten sich eine 10-Punkte-Führung und bauten diese bis Mitte des 3. Viertels aus. Wie gewohnt versuchte das Hagener WNBL-Team sehr viel, stellte um und steigerte sich sukzessive in der Defense, doch die offensive Schwäche mit der absurd niedrigen Trefferquote reichten nicht. Die großartige Defenseleistung von Darina Zraychenko gegen Mia Wiegand samt ihres unermüdlichen Weiterspielens in der Offense blieben ebenso wie die gute Leistung von Enie Springer ohne Erfolg. Die Niederlage gegen den Favoriten gestaltete sich deswegen klar und verdient, und machte außerdem allen nochmals klar, wie wichtig Nele Erfeld für das Hagener Spiel ist.
Interessante Zahlenspiele: 85 Wurfversuche Hagen/65 Würzburg, 5% Dreierquote (2/35), 44% Freiwürfe (11/25), Rebounds 55 zu 42 für Würzburg, 22 zu 18 Steals für Hagen, keine Treffer = keine Assists (8), 38 Turnover Würzburg/27 Hagen
Für Hagen spielten: Nike Zacharias (0, 2 Steals), Stina Oberhag (0, 2 Steals), Hannah Abramowski (8, 3 Steals), Enie Springer (8, 13 Rebounds, 5 Steals), Katharina Welzel (0), Emma Huppertz (3, 7 Rebounds), Darina Zraychenko (19, 11 Rebounds), Shahinaz Sohit (9), Noura Ayadi (1, 3 Steals), Lia Wasielewski (6), Lore Riesner (1, 2 Steals), Lana Schlegel (0, 3 Assists, 2 Steals)

Wir blicken zurück auf eine Saison mit vielen persönlichen Schicksalen; mit 4 externen Spielerinnen, die häufig 2-3 Stunden für ein Training im Auto oder in der Bahn saßen; eine ohne Teamhoody, eine mit einem Play-Off-Entscheidungsspiel vor seeeehr vielen Zuschauern in einer tollen Atmosphäre; eine Zeit, in der sich Prioritäten änderten und das Hagener WNBL-Team dennoch bei nahezu allen Spielen (außer in 2) einen Weg fand zu gewinnen; eine Saison in der „nebenher“ in der Regionalliga nahezu alle WNBL-Spielerinnen etabliert wurden und auf einen Abschluss beim TOP4, bei dem die Leistung und das Ergebnis das Hagener Team nicht zufrieden stellten. Das schmälerte die Leistungen und das Auftreten der letzten drei Jahre nur kurz, seitdem überwiegt der Stolz. Auf die Leistungen der letzten 3 Jahre, die zahlreichen Siege und das Auftreten, die eigene Spielweise, auf die Fortschritte, die 3 Medaillen, die eigener Kultur, auf die individuelle Entwicklung jeder Persönlichkeit und jeder Spielerin, auf die „Gang“ auf dieses TEAM!
Was bleibt ist die freudvolle, entspannte Rückschau auf eine intensive, schöne, erlebnisreiche, dreijährige Reise mit 3 Medaillen; mit einem Team, das ein solches agiert hat, trotz aller Widerstände, Schwierigkeiten und Emotionen; mit einem Team, das sein eigenes Ding gemacht hat; mit Respekt von vielen, mit Disrespekt von einigen; mit einer Führungsspielerin Darina Zraychenko, die 2 EM’s gespielt hat, dort einmal Kapitän war, einmal Bronze holte und in dieser Saison WNBL-MVP (in der letzten ROTY) war; mit Haspes Finest und all ihren guten Aktionen (AND1 und Nele Sachen), mit einer Nina Wisniewski, die eine großartige Entwicklung durchlaufen hat; mit dem verlässlichen Staff aus Fabian Schumann, Anna Meierling und Simon Gebehenne, die alles moderiert, weggesteckt und gearbeitet haben; mit einer Hannah Abramowski, die im Halbfinale selbstverständlich 10 Dreier wirft; einer Shahinaz Sohit, die in ihrem vorerst letzten Basketballspiel 14 Minuten „auf der Platte steht“, gut agiert und 9 Punkte erzielt; mit Lilly Färber, Noura Ayadi und Lore Riesner, die so viel Stärke zeigten; mit Stina Oberhag, die den Dreier trifft und vielem, vielem mehr. Deswegen bleiben schöne Erinnerungen, tolle Erlebnisse, tiefer Respekt, großer Dank und demütiger Stolz. On to the next.



