Am 13. März wurde das Unified-Team in der ehrwürdigen Jahnhalle von Hohenlimburg empfangen. Auf dem Papier sehr vielversprechend, da der Gastgeber erst drei Spiele gewonnen hatte und auch nur mit sieben Feldspielern antrat. Coach Kalle warnte natürlich trotzdem. Und nicht zu unrecht, denn der TV begann mit sechs zügigen Punkten, der TSV hingegen benötigte fast vier Minuten für den ersten Feldkorb. Hohenlimburg setzte sich weiter ab, spielte den Ball gut ans Brett und war sehr präsent beim Rebounding unter beiden Körben, zudem hielt man Hübi überwiegend weit vom Korb entfernt. Dafür konnte sich Malte zweimal gut durchsetzen, einmal Ende des Viertels und zu Beginn des folgenden.
Das zweite Viertel plätscherte aber ansonsten etwas vor sich hin, lange passierte wenig, die Defense stand jeweils gut, insbesondere hatte sich der Gast etwas besser auf die drei dominierenden Spieler der Hohenlimburger eingestellt. In der 17. Minute zog dann aber Unified doch das Tempo noch mal an und kam über Ballgewinne zu leichten Körben und einer 11:0-Serie. Zur Halbzeit war das Spiel gedreht
Aber auch Anfang des dritten Viertels dominierte zunächst der Gastgeber, war schnell wieder mit sieben vorne, während Unified nach hinten raus wieder besser ins Laufen kam. Die zweite Hälfte dieses Viertels ging mit 5:15 an die Schwarz-gelben, mit sieben vor ging es in den Schlussabschnitt. Bis in die 37. Minute hinein konnte Hohenlimburg bei diesem knappen Abstand gehalten werden, eine verdaddelte Minute reichte aber, um den Ausgleich zu bringen. Knapp zweieinhalb Minuten vor Schluss dann die entscheidende Szene: Leon wurde im Ballvortrag früh attackiert, sein Ellenbogen ging hoch, der Kopf des Verteidigers sehr deutlich in den Nacken, aus Sicht der Unparteiischen ein Technisches Foul des Hohenlimburger Spielers. Dieser Entscheidung ließ nach unbestätigten Meldungen ein Hohenlimburger Spieler den Ratschlag an einen Schiedsrichter folgen: „Lern erst mal Pfeifen, du Bas%&§d!“ Was dann insgesamt zu drei Freiwürfen führte. Leon, der sicherlich mit vielem in dieser Saison sehr zufrieden ist, nicht aber mit seiner Freiwurfquote, netzte alle drei. In den beiden letzten hektischen Minuten konnte Unified diesen Vorsprung mitnehmen und feierte einen glücklichen Auswärtssieg.
Während Hohenlimburg etwas mit den Schiedsrichtern zu hadern schien und offensiv hauptsächlich von drei Spielern abhängig war, traf Unified 13 von 19 Freiwürfen und verteilte die Spielzeit gut. Sichtbar waren aber auch die Defizite im Spiel ans Brett und vor allen Dingen beim Rebound, hier war der TV hoch überlegen, auch die Intensität stimmte nicht immer, hier warten noch ein paar Aufgaben für den Saisonschluss.
Martin Hansmeier
