Revierderby 2.0

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Jugendoberliga 3 U12 offen (Spieltag 05)
Spielbericht U12/1o

 

TSV Hagen 1860 – FC Schalke 04

 

Endstand: 38:64
Halbzeit: 20:34

 

Die Herbstpause hinterließ viel verbrannte Erde. Nur eine Trainingseinheit, in einer Zeitspanne von drei Wochen, konnte man absolvieren. Noch dazu schlug das Verletzungspech zu. Mathilda laboriert weiterhin an einer Knöchel Verletzung und fällt definitiv noch zwei Wochen aus, Marysol hingegen fällt aufgrund einer noch genauer zu ermittelnden Knieverletzung auf unbestimmte Zeit aus. Auch auf Ella musste man verzichten. Alles andere als gute Voraussetzungen für die nächsten beiden Duelle gegen ähnlich starke Teams. Die Gäste aus dem Ruhrpott reisten aber ebenfalls ersatzgeschwächt an.

Es bahnte sich direkt zu Beginn ein enges Spiel an. Die 60er gingen mit dem ersten Angriff, überhaupt zum ersten Mal in dieser Saison, in Führung. Die Gäste konnten das aber schnell ausgleichen und gingen ihrerseits mit 2:4 in Führung, die aber auch schnell wieder von den Volmestädtern egalisiert wurde. Dann konnte sich Schalke erstmals auf 4:8 absetzen bevor sein starkes erstes Achtel mit zwei weiteren Punkten krönte. Auch dank starker Defense von Lina ging es mit -4 in die erste Pause.

Auch im zweiten Achtel zeigte man weiterhin eine gute Leistung. Offensiv war es Gizem, die mit vier Punkten, die 60er in Schlagdistanz hielt. Man hätte sogar noch näher dran sein können. Hätte man nicht 15, 16 oder vielleicht auch 17, irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, Offensiv Rebounds in einem Angriff zugelassen. Mit dem Spielstand von 10:18 ging es in die nächste Besprechung. Nicht allzu überraschend war das vorherrschende Thema dieser Besprechung das Reboundverhalten.

Das wurde im dritten Abschnitt deutlich besser. Man packte nun beherzter zu und konnte die zweiten Wurfchancen der Gäste so deutlich verringern. Dementsprechend teilten sich beide Teams die 5 Minuten mit 6:6 fair.

Aus den letzten fünf Minuten vor dem Seitenwechsel hätte man deutlich mehr rausholen können. Mehrere Fastbreak Situationen, die man für einen schönen Korbleger hätte nutzen können, wurden stattdessen für Freiwürfe genutzt, sodass die Gäste sich wieder ein Stückchen absetzen konnten.

Der fünfte Spielabschnitt bot lange zähe Kost aus Hagener Sicht. Durch einen Dreier hielt man den Schaden aber noch in Grenzen, da man hinten die meisten defensiven Lücken schließen konnte. Mit einem Rückstand von 17 Punkten (23:40) ging man in die letzten 15 Minuten der Partie.

Und wer gedacht hatte das Spiel wäre jetzt durch, hatte sich getäuscht. Die 60er zeigten die besten 5 Minuten der bisherigen Saison. Vorne bewahrte man die Ruhe und fand immer wieder den freien Mitspieler. Mina nutze das zu 5 Punkten, Anisa erkämpfte sich wieder mal einen Ball nach dem anderem. Und plötzlich war man wieder auf 12 Punkte dran (32:44). Der sechste Spielabschnitt ging also mit 9:4 an die Hausherren. Und auf einmal war so etwas wie Spannung in der Halle zu spüren. Die 60er wollten jetzt selbstbewusst auftreten vielleicht noch ein paar Pünktchen vom Vorsprung der Gäste abknabbern.

Doch wie man so schön sagt, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die Gäste zeigten nun deutlicher, dass sie den Tick konzentrierter waren. Viele leichte Ballverluste und nur ein herzhaftes zurück traben in die Defense ist halt nicht genug. Anna stemmte sich zwar mit aller Macht gegen die blau weiße Armee, doch alleine schafft die Kampfmaus Anna Lea es halt auch nicht. So ging der Abschnitt mit 0:14 verdient an die Gäste. Damit war klar wer von den beiden Teams den ersten Saisonsieg einfahren würde.

Im letzten Abschnitt zeigte man aber wieder das man über den größten Teil dieses Spiels mit dem Gegner auf Augenhöhe war und teilte sich das Achtel wieder mit 6:6.

„Ich bin sehr zufrieden und das ist noch untertrieben. Wir wollen nicht darüber reden, was hätte sein können mit allen Spielerinnen an Bord, das wäre auch nicht fair gegenüber denen die gespielt haben. Das spielerisch nicht alles klappen würde, nach einer Trainingseinheit, war von Beginn an klar. Das habe ich den Jungs und Mädels auch direkt gesagt. Heute müssen wir über Kampf und Einsatz zu unserem Spiel finden und das haben wir getan. Nimmt man das siebte Achtel aus der Wertung raus, dann steht am Ende eine 12 Punkte Niederlage da. Darauf kann man definitiv aufbauen“, so der Trainer.


Für den TSV spielten:

Fabian (13), Mina (9), Gizem (8), Anna (3), Lina (2), Anisa (2), Tobias, Kenai und Ferdinand

Tim Overhoff

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