U12w beweist Kampfgeist

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Jugendoberliga 3 U12 weiblich (Spieltag 04)
Spielbericht U12/1w

 

TSV Hagen 1860 – VfL AstroStars Bochum

 

Endstand: 113:70
Halbzeit: 50:39

 

Am heutigen Samstag fand für die Hagener U12 – Mädels das erste Heimspiel der Saison statt. Gegner dieser Partie waren die Bochum Astrostars, die wir aufgrund von Ergebnisvergleichen als eines der stärksten Teams aus unserer Gruppe einschätzten. Diese Vermutung bestätigten die Bochumer Mädchen direkt, denn bereits zu Beginn der Partie, stellten diese uns vor große Probleme.

Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen wurde von den Gegnern deutlich mehr Druck in der Verteidigung aufgebaut, was dazu führte, dass wir zu Beginn Schwierigkeiten hatten, zu guten Korbabschlüssen zu kommen. So hatten wir etwas Glück, dass die Gegner bereits mehrere Wurfchancen in Korb nähe nicht verwandelten, bis der TSV überhaupt eine hatte. Die Nervosität der Mädchen war deutlich zu spüren. Die Wege zum Korb, die sonst so mutig ergriffen werden, wurden heute zunächst umgangen. Stattdessen wurde eher von außen geworfen (was jedoch nicht von Erfolg gekrönt war), oder der Ball wurde verunsichert an die anderen Mitspieler weitergepasst, um die Verantwortung somit abzugeben. Diese anfänglichen Schwierigkeiten spiegeln sich auch im ersten Achtelergebnis wieder, so stand es nach den ersten 5min bloß 6:2 für Hagen, was die gute Verteidigung auf beiden Seiten verdeutlicht.

Im zweiten Achtel fing der TSV endlich an, mutiger den Korb zu attackieren. Durch viel Druck am Ball erlangte man viele Ballgewinne, die häufig zu nahen Korbabschlüssen am gegnerischen Korb führten. Dies führte somit auch zu deutlich mehr Punkten in den zweiten 5min, leider jedoch nicht nur für den TSV, denn auch die Gäste erzielten deutlich mehr Korbtreffer als am Anfang. Die Bochumer spielten nach Ballgewinnen sehr schnell nach vorne, was sich auch in deren Punktestand deutlich widerspiegelte. Die Hagener Mädels hatten einige Probleme im Umschaltverhalten von Angriff in Verteidigung, was dazu führte, dass wir uns nicht von den Bochumern absetzten konnten (Endstand zweites Achtel: 23:19).

Auch in den nächsten beiden Achteln verfolgten uns unsere defensiven Problemchen. Oft wurde nicht schnell genug von Angriff in Verteidigung umgeschaltet, Rebounds wurden an die Gegner abgegeben, aber oft stand man auch bei dem falschen Gegenspieler. Diese Unkonzentriertheit im defensiven Verhalten verhinderten, dass sich die Hagener, trotz deutlich besserer Angriffssituationen, punktemäßig von den Bochumern nur wenig absetzten konnten. So stand es zur Halbzeit 50:39.

Ziel war es den relativ geringen Vorsprung in der zweiten Halbzeit weiter auszubauen, klar war den Mädchen aber auch, dass dies nur möglich ist, wenn diese deutlich besser verteidigten. Kleine Verbesserungen waren zwar bereits im 5ten Achtel erkennbar, jedoch die extreme Leistungssteigerung erfolgte im 6ten Achtel, in dem es dem TSV gelang, die Gegner bei lediglich 2 Punkten zu halten! Durch die überragende Verteidigung schien es, als gestalte sich der Angriff wie von alleine. Auf einmal traf der TSV sehr hochprozentig sowohl am Korb als auch von weiter weg. Alleine im 6ten Achtel konnten vier Dreier erzielt werden! Leider kamen wir in diesem Abschnitt in Foulprobleme damit Hannah Abramowski als auch Shahinaz Sohit zwei wichtige Spielerinnen ihr 4tes Foul begingen.

Die letzten beiden Achtel wurden schließlich sehr solide zu Ende gespielt. Insbesondere in dieser Zeit wurde besonders gut auch als Team zusammengespielt. Nach einem Ballgewinn wurde sofort nach dem, am besten stehenden Mitspieler gesucht, um weiter möglichst einfache Körbe erzielen zu können. Die Freude des Teams war insbesondere bei dem 100sten Punkt spürbar, der von Ceyda Degerli erzielt wurde.

Letztlich bleibt festzuhalten, dass die Mannschaft sich nach anfänglichen Schwierigkeiten steigern und gegen einen wirklich guten Gegner am Ende doch noch einen deutlichen Sieg erzielen konnte. Jetzt werden wir versuchen, die positive Entwicklung weiter voran zu treiben.


Für den TSV spielten:

L. Firla, S. Rabe, S. Shohit, S. Breddermann, H. Abramowski, S. Oberhag, C. Degerli, A. Jüng, T. Funke, J. Sadowsky

Kaja Scheller

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