So hatte sich der TSV Hagen 1860 den ersten Heimauftritt sicher nicht vorgestellt: Während die Gäste aus Waltrop hellwach und mit viel Energie in die Partie starteten, waren die Hagener im ersten Viertel noch im montäglichen Office-Modus gefangen – physisch nur eine Hülle und geistig noch im warmen Bett. Das Resultat war ein 3:18-Lauf der Gäste, der in einem deutlichen 11:28-Rückstand nach zehn Minuten endete.
Im zweiten Viertel fanden die 60er zwar offensiv besser ins Spiel, ließen defensiv aber weiter den Zugriff vermissen. Nach 16 Minuten lag man noch immer mit 14 Punkten zurück. Erst in den letzten vier Minuten vor der Pause drehte die Defense auf, hielt Waltrop komplett punktlos und verkürzte trotz fahriger Angriffe auf 32:39 zur Halbzeit.
Mit neuer Energie, höherer Intensität und größerem Fokus kamen die Hagener zurück aus der Kabine zurück. Angeführt von Noah Manderla starteten sie mit einem 11:2-Lauf und gingen erstmals in Führung (43:41). Auch Capitano Huchtmann und Tim Overhoff, der seine Blessuren mit zwei Dreiern wegschoss, übernahmen Verantwortung und verteidigten eine 55:51-Führung ins letzte Viertel.
Und dort machten die 60er endgültig ernst. Defensiv nun klar überlegen, offensiv strukturierter und effizienter, nutzte der TSV die so entstehenden Freiräume erneut aus. Ein 12:0-Lauf bis Spielende besiegelte schließlich einen deutlichen 86:59-Erfolg – ein Ergebnis, das den zähen Spielverlauf allerdings nicht widerspiegelt.
„„Wir waren nicht bereit für das Spiel. Jegliche Intensität hat zunächst gefehlt. Diese hat uns dann im zweiten Viertel zurück ins Spiel gebracht“, ordnete Topscorer Noah Manderla die schwache Anfangsphase ein. „Wir müssen lernen, von Anfang an mit maximalem Einsatz zu spielen.“
Mit diesem Arbeitssieg verabschiedet sich der TSV Hagen 1860 nun in die Herbstpause. Das ursprünglich für Oktober angesetzte Spiel gegen den TuS Breckerfeld wurde auf den 20. November verlegt.
Für den TSV spielten:
KManderla, N. (23); Huchtmann, F. (16); Kortenbreer, A. (13); Overhoff, T. (11); Schäfer, N. (8); Haller, N. (6); Fömpe, J. (4); Dukatz, M. (2); Busch, E. (2); Flieger, J. (1); Brück, T
