PLAYOFFS VIERTELFINALE (1:1)
SPIEL 2
Nach der Niederlage in Spiel 1 standen die Hagenerinnen auswärts in Recklinghausen mit dem Rücken zur Wand. Eine Niederlage würde das verfrühte Saisonaus bedeuten, bei einem Sieg würde man das entscheidende Spiel 3 in Hagen erzwingen.
Das Spiel startete wie erwartet. Recklinghausen bissig und am offensiven Brett den Ticken wacher als die Hagenerinnen. Die etwas mit der Freiwurfquote haderten (1/7 im ersten Viertel), doch mit dem 15:15 nach dem ersten Viertel konnte man noch leben.
Zunehmend fanden aber die Hausherrinnen den besseren Zugriff auf diese Partie. Sie starteten einen 7:2 Run zum Start des zweiten Viertels. Ein Dreier von der gut treffenden Lea hielt dagegen, aber es war weiterhin Citybasket, die das Spiel durch Willen und Kampfgeist bestimmten. Somit ging man mit 8 Punkten Rückstand in die Halbzeit.
Die zweite Halbzeit startete ausgeglichen. Man konnte nicht wirklich verkürzen, aber Recklinghausen konnte sich auch nicht weiter absetzen. Doch angetrieben von den Heimfans starteten die Gastgeberinnen einen 9:0 Run zum 50:35, der höchsten Führung dieses Spiels, dazu verlor man eine aufopferungsvollkämpfende Charlotte nach einem unglücklichen Zusammenprall mit einer Verletzung. Auszeit Hagen und defensive Umstellung. In Spiel 1 hatte man 14 Punkte aufgeholt, heute musste man es also nochmal machen. Und zum ersten Mal in dieser Serie schien Recklinghausen verwundbar. Mit einem 8:0 Lauf verkürzte man vor den letzten 10 Minuten wieder auf 7 Punkte.
Und dieses letztes Viertel sollte nichts für schwache Nerven werden. Anstatt noch näher ranzukommen baute Recklinghausen den Vorsprung wieder auf 59:47 aus. Lilly und Lea für drei startete die nächste Aufholjagd, doch so langsam wurde die Zeit zum größten Feind. Als Recklinghausen zum 63:58 traf war nur noch gut eine Minute zu spielen. Lucy verkürzte per Freiwurf auf 63:59 mit noch 51 Sekunden zu spielen. Dieses Ergebnis blieb bestehen bis Lilly 17 Sekunden vor Schluss an die Linie ging. Sie traf beide nervenstark und verkürzte auf 63:61, doch Recklinghausen hatte den Ball. Man ging aggressiv auf den Steal, aber Recklinghausen blieb 12 Sekunden vor Schluss in Ballbesitz. Auszeit Recklinghausen. Normalerweise heißt es nun die Gegnerinnen an die Freiwurflinie zu schicken, aber Lilly hatte was dagegen. Sie krallte sich den Pass beim Einwurf und legte den Korbleger zum Ausgleich rein und damit nicht genug. Man erzwang erneut einen Ballverlust der Recklinghäuserinnen und hatte mit 7 Sekunden die Chance es sogar noch in regulärer Spielzeit zu gewinnen. Der letzte Wurf blieb aber am Ring hängen und es ging in die Verlängerung.
Allein das war schon ein Erfolg. Sich so in dieses Spiel zurück zukämpfen und die Overtime zu erzwingen. Frieda K. nahm das Momentum mit einem schweren Floater für die Volmestädterinnen mit, auch wenn Citybasket mit einem Dreier konterte, aber dann war es Dania die sich durchtankte und Hagen wieder in Front brachte. Hagen hatte das Momentum und erhöhte durch 6 Lucy Punkte sogar auf 66:73. Citybasket verkürzte nochmal auf 68:73, aber danach passierte nichts mehr und nach der Sirene erfolgte ein befreiender Jubel der Hagener Fans und Spielerinnen. Der Serienausgleich war da und das entscheidende Spiel 3, man kann es nicht anders sagen, von den Gästen wirklich erzwungen worden. An der Stelle hoffen wir erstmal das Charlotte sich nicht allzu schwer verletzt hat und wünschen eine schnelle Genesung.
Spiel 3 steigt am 08.03 um 14 Uhr in der Öwen Witt Halle. Kommt alle vorbei um die Mädels anzufeuern und ins Top 4 zu schreien.
Für den TSV spielten:
Wisniewski, L. (19), Dreschers, F., Melchior, L. (31), Teschner, C. (0), Klawonn, F. (10), Poralla, E. (0), Klagges, L. (10), Sohit, D. (3), Schnier, A.

