In einem guten Regionalliga-Spiel verlor das Team des TSV Hagen knapp gegen den Aufstiegsaspiranten aus Münster. Das Ergebnis passte nicht, die gezeigte Leistung des Hagener Nachwuchsteams samt Isabelle Judtka war bemerkenswert.
Regionalliga West | Spieltag 14
Samstag, 07.02.2026 | 16 Uhr | Sporthalle Altenhagen
TSV Hagen 1860 – UBC Münster 79:82 (18:26, 28:13, 17:20, 16:23)
Bericht UBC Münster
Um es mit den Worten einer Hagener u18-Spielerin zu sagen: Münster war „hoch“. Körperliche Unterlegenheit überall, doch das Heimteam nahm die Herausforderung an. Im ersten Viertel nutzten die Gäste, die mit zweitligaerfahrenen Spielerinnen und einem US-Impport antraten, vor allem die Transition zu Punkten und erspielte sich auch im Halbfeld gute Optionen. Wie gewohnt adaptierte die Hagener Mannschaft in der Defense und erspielte sich im 2ten Viertel viele gute Abschlüsse und Würfe, die genutzt wurden. Der zweite Spielabschnitt war ein Sahneviertel.
Die 2te Halbzeit war geprägt von guten Aktionen auf beiden Seiten des Feldes. Wie erwartet kam der Favorit mit viel Aggressivität aus der Halbzeit, agierte nochmals physischer, doch davon ließ sich das Hagener Drittligateam nicht beeindrucken. Hin und her ging es mehrere Angriffe lang beim Stand von 54:57, ehe die Hagener Spielerinnen wieder punkteten und ausglichen. Im 4. Viertel blieb die Mannschaft des TSV Hagen in Führung, erst in der 38. Minute ging der Favorit wieder in Führung. Doch Isabelle Judtka und Lore Riesner punkteten, ehe die Gäste ausglichen. 3 Chancen ließ das Heimteam danach in der Offense ungenutzt, ließ den Ball in der Transition-Defense durch die Hände rutschen und sah dann den Glückswurf der UBC-Amerikanerin, die den von hinter der Dreierlinie traf.
Ein Sonderlob verdienten sich zwei Duos: Stina Oberhag und Nike Zacharias gaben dem Team gemeinsam 17 gute Minuten (Remember where you started) und in der Offense überragte der One-Two-Punch aus Lia Wasielewski und Emma Huppertz, die zusammen knapp 50 Punkte erzielten.
Am Ende waren es die Turnover in der Chrunchtime und die defensiven Fehler, die der Gast erst von der Dreierlinie und kurz vor Schluss zu einer „Hail Marry“ nutzte, und das Spiel so gewann. Nach einem guten Spiel, einer guten Teamleistung stand ein bitteres Ergebnis. Dennoch präsentierte sich das Hagener Drittligateam als konkurenzfähig gegen einen Aufstiegsaspiranten und präsentierte die eigene Entwicklung eindrücklich.
Für Hagen spielten: Nele Erfeld (5), Stina Oberhag (0), Lana Schlegel (4), Enie Springer (4), Katharina Welzel (2), Lore Riesner (4), Shahinaz Sohit (4), Nike Zacharias (0), Lia Wasielewski (24), Emma Huppertz (23), Isabelle Judtka (9)
