TSV trotzt den Hiobsbotschaften mit Offensivwirbel

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WNBL (Spieltag 14)
Spielbericht

TSV Hagen U17-1 – Metropol Girls

Endstand: 101:76
Halbzeit: 52:22

Der TSV Hagen 1860 gewann in der WNBL sein abschließendes Hauptrundenspiel gegen die Metropol Girls aus Recklinghausen mit 101:76 und sichert sich damit den Platz an der Sonne der Division West.

Dabei trotzte der Hoheleye-Nachwuchs, vor den Augen des Fördervereins spielend, den erneuten Hiobsbotschaften. Nachdem der Ausfall Alina Gimbels ohnehin feststand, bekam sie kurzfristig Gesellschaft von Centerkollegin Ayse Colakoglu, die mit Fieber nicht zum Einsatz kam. Doch war dies nicht genug, wurde aus dem Duo während des Spiels ein Trio. Die bis dahin gut aufspielende Mona Kramer knickte mit Beginn der zweiten Halbzeit um und ließ die Fraktion der Ausfälle weiter ansteigen.

Das Erfreuliche allerdings: Sportlich waren diese Negativnachrichten für dieses Spiel nicht von entscheidender Bedeutung. Mit kleiner Aufstellung brachte der TSV die um die Playoffs kämpfenden Metropol Girls schnell zur Verzweiflung. Ob mit schnellem Spiel oder treffsicher aus der Distanz – der Gastgeber dominierte die Anfangsphase nach Belieben. Nach 8 Minuten leuchtete ein deutliches 32:10 an der Anzeigetafel auf, wobei Leonie Schütter hier mit 15 Punkten besonders hervorstach. In der Folgezeit kam der Gast, die mit Svea Tigges ebenfalls auf ihren Topscorer verzichten mussten, besser ins Spiel und gestaltete die Begegnung im zweiten Viertel ausgeglichen. Unaufmerksamkeiten in der Verteidigung erlaubten den Metropol Girls auch einfache Punkte. Allerdings waren Kramer und Co. im Angriff weiterhin nicht aufzuhalten, sodass das Team eine 20-Punkte-Führung mit in die Halbzeit nahm.

Nach Kramers Ausfall waren umso mehr die Bankspielerinnen gefragt. Hier zeigten Schrage, Schnietz und Co. immer wieder lichte Momente und halfen dem Team sehr, während Kapitän Paulina Fritz ihre Mitspielerinnen mit klugen Pässen in Szene setzte. Überhaupt nicht mehr zu verteidigen waren nun aber Sarah Stock und Leonie Schütter. Mit unwiderstehlichem Drang zum Korb und auch guter Freiwurfquote gelang dem Duo 69 Punkte und sorgte für eine frühe Entscheidung im Abschlussviertel (101:66). In den letzten Minuten gestalteten die tapfer kämpfenden Metropol Girls das Ergebnis mit einem 10:0-Run noch achtbarer.

Der TSV beendet die Hauptrunde aufgrund der Verletzungsmisere mit einem weinenden Auge und wegen der tollen Bilanz von elf Siegen und einer Niederlage mit einem lachenden Auge. Die 60erinnen genießen nun im Fall der Fälle als defensiv- und offensivstärkstes Team der Division West Heimrecht bis zum Top 4. Am 17.3. erwartet das Team die BG 2000 Berlin zum ersten Playoffspiel in der Öwen-Witt-Halle. Der Sieger in der Serie best-of-three spielt gegen den Gewinner der Begegnung TuS Lichterfelde vs. Team Mittelhessen um den Einzug ins Finalturnier.


Für den TSV spielten:

Lisa Schneider (0), Nina Schnietz (2), Mona Kramer (10), Sarah Lückenotte (8), Sarah Stock (39), Antonia Fritz (1), Paulina Fritz (9), Elsa Bönicke (0), Jasmin Schrage (2), Leonie Schütter (30).

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