DéJà-vu in Freudenberg

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Landesliga 06 Herren (Spieltag 03)
Spielbericht LLH

 

TV Freudenberg – TSV Hagen 1860 2

 

Endstand: 76:62
Viertelergebnisse: 10:17/19:14/14:22/33:9

 

Betrachtet man nur den Endstand sieht es nach einer klaren Niederlage aus. Das war es jedoch mitnichten. Lange sah der TSV in dieser Partie wie der sichere Sieger aus, aber von vorne:

Aufgrund diverser krankheits- und verletzungsbedingter Ausfälle konnten wir nur mit 8 Spielern nach Freudenberg fahren. Diese Spieler starteten aber sehr konzentriert in die Begegnung. Gegen die gewohnt aggressive Mannverteidigung der Freudenberger behielten wir die Ruhe, spielten gute Würfe heraus und konnten früh mit 2:6 in Führung gehen, auch weil die Gastgeber ihre Würfe gegen unsere Zonenverteidigung nicht trafen. Ein Dreier und ein Mitteldistanzwurf des gut aufgelegten Daniel Schumann brachte zur ersten Pause eine 10:17 Führung.

In der Pause hatte es bei den Freudenbergern offensichtlich Zielwasser zu trinken gegeben, denn zu Beginn des zweiten Abschnitts trafen sie direkt 3 Dreier in Folge und konnten das Spiel zum 19:19 ausgleichen. Wir ließen uns nach einer kleinen Schwächephase aber nicht aus der Ruhe bringen und konnten zum Ende vor allem über Björn Tonnätt einen kleinen 8:0 – Lauf starten, den Jonathan Pradel zum 29:31 Halbzeitstand vollendete.

Nach der Halbzeit kam unsere stärkste Phase. Wir spielten konzentriert unsere Würfe heraus und trafen sie in Person von Andre Gomes und Daniel Schumann mit jeweils zwei weiteren Dreiern in diesem Abschnitt auch gut, während den Gastgebern nicht mehr so ganz viel einfiel. So konnten wir dieses Viertel relativ deutlich mit 14:22 für uns entscheiden und entsprechend mit einer 10 Punkte Führung in das letzte Viertel gehen.

In dieser Viertelpause hatten die Freudenberger aber offensichtlich ein ganz frisches Fass mit Zielwasser gefunden – und geleert, denn vom Start des Viertels weg hatte man das Gefühl, dass sie nicht mehr daneben werfen konnten. Wir mussten der gezwungen kurzen Rotation jetzt Tribut zollen und standen gegen die mit 12 Spielern angetretenen Gastgeber nun zu häufig einen Schritt zu weit weg – und die bestraften das gnadenlos. Ganze 6 Dreier jagten die jungen Freudenberger annähernd ohne Fehlwurf durch die Reuse. Das erinnerte sehr stark an unser Auswärtsspiel im letzten Jahr, als sich die Gastgeber unter den Augen unseres Nationalspielers Dennis Schröder im letzten Viertel ebenfalls in einen Rausch spielten und einen ähnlichen Rückstand aufholen und buchstäblich mit der Schlusssirene das Spiel für sich entscheiden konnten. Ganz so dramatisch war es dieses Mal nicht, da wir auch offensiv nun den Faden verloren und dieses letzte Viertel leider sehr deutlich mit 33:9 verloren.

In der Gesamtbetrachtung war es aber ein guter Auftritt. Über drei Viertel spielten wir sehr konzentriert mit guten Abschlüssen und guter Verteidigung. Mit den schwindenden Kräften schwand dann auch die Konzentration und man muss auch den tollen Auftritt der jungen Freudenberger anerkennen, die ein wirklich sensationelles letztes Viertel gespielt und gezeigt haben, warum sie eigentlich Favorit in dieser Begegnung waren.

Schon Morgen geht es für uns gegen die Baskets Lüdenscheid – ein Spiel was wir unbedingt gewinnen wollen. Heute spielten für den TSV.


Für den TSV spielten:

Pradel (2), D. Schumann (13), Somborn (2), Gomes (17), Renner (6), Kilic (4), Tonnätt (11), Schmalenbach (2)

Markus Scheller

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